Was kann man gegen Wadenkrämpfe tun?

Laufschuhe

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Wenn man an das Thema Wadenkrämpfe denkt, kommen einem meistens Bilder von Fußballern in den Kopf, die in der Verlängerung eines Spiels zu Boden sinken und eine kurze Behandlungspause brauchen. Doch nicht nur bei Leistungssportlern gibt es Wadenkrämpfe auch viele Menschen haben im Alltag damit zu tun. Wir wollen in diesem Artikel ein paar Tipps geben, was man gegen Wadenkrämpfe unternehmen kann.

Welche Arten von Wadenkrämpfen gibt es?

Wie erwähnt können Wadenkrämpfe sowohl bei Sportlern als auch bei allen anderen Menschen auftreten. Bei Sportlern führt eine Überanstrengung der Muskeln zu Wadenkrämpfen. Doch auch durch den großen Flüssigkeitsverlust, bei dem der Körper viele Mineralstoffe verliert, können Krämpfe noch in der Zeit nach der eigentlichen Belastung auftreten.

Wadenkrämpfe beschränken sich natürlich nicht nur auf Sportler. Auch Schwangere und ältere Menschen sind relativ anfällig für Wadenkrämpfe. Darüber hinaus schätz man, dass ca. 10%-15% aller Deutschen gelegentlich von nächtlichen Wadenkrämpfen geplagt werden. Dies ist bei Schwangeren auf den stark veränderten Hormonhaushalt zurückzuführen. Ansonsten gibt es zahlreiche Ursachen.

Magnesiummangel ist oft die Ursache

Die wohl häufigste Ursache ist Magnesiummangel im Körper. Dieser kann zum Beispiel durch einseitige Ernährung entstehen. Doch auch andere Mineralstoffe wie Kalzium und Kalium sind für die normale Muskelfunktion sehr wichtig. Wenn zu wenig von diesen Stoffen im Körper enthalten ist, können Nervenimpulse, die normalerweise zur Muskelentspannung führen, nicht mehr weitergeleitet werden. Als Resultat daraus verkrampft sich der betroffene Muskel. Grade beim Laufen verliert man ja viel Flüssigkeit, weshalb Läufer und Sportler auch anfälliger für Krämpfe sind.

Tipps zur Vorbeugung von Wadenkrämpfen

Tipp 1: Regelmäßiges Dehnen

Das beste natürliche Mittel ist Bewegung! Dabei reicht auch mal eine leichte Form aus. Wer zum Beispiel abends einen Spaziergang macht, tut seinem Körper auch etwas Gutes. Läufer sollten darauf achten, dass nicht nur die Beinmuskulatur gekräftigt wird, sondern auch regelmäßig Dehnübungen Teil des Programms sind. So beugt man eine Muskelverkürzung und Wadenkrämpfen vor.

Tipp 2: Nicht zu viel wollen

Grade wenn man eine Weile aus der Übung ist, kann man nicht wieder bei 100% anfangen. Man muss die Muskeln vor einer Überbelastung schützen. Wer also eine längere Pause beim Laufen gemacht hat, sollte mit kürzeren Strecken um die 5km wieder einsteigen. Auch unser Trainingsplan für 10km bietet hier eine gute Orientierung um wieder reinzukommen.

Tipp 3: Die richtige Ernährung

Auch mit einer gesunden Ernährung kann man Wadenkrämpfe vorbeugen. Wichtig sind dabei die angesprochenen Mineralstoffe. Gute Magnesiumlieferanten sind zum Beispiel Getreideprodukte aus Vollkorn, Gemüse, sowie Beerenobst, Orangen, Bananen, Geflügel und Fisch. Darüber hinaus sollte man viel Flüssigkeit zuführen. Dies gilt vor allem in den Sommermonaten und für Sportler. Hier reichen die normalen 2-3l am Tag selten aus.

Tipp 4: Mineralstoffe gezielt zuführen

Wenn eine ausgewogene Ernährung noch nicht hilft, kann man auch gezielt Magnesium, Kalzium und Kalium zuführen. Dies kann zum Beispiel über Brausetabletten geschehen. Auch Chinin wird eine krampflösende Wirkung nachgesagt. Chinin kommt zum Beispiel in Tonic Water oder Biter Lemon vor. 1 Glas davon am Abend kann schon helfen.

Tipp 5: Checken Sie andere Faktoren

Wadenkrämpfe können auch noch durch andere Faktoren ausgelöst werden. Die Überbelastung haben wir ja schon angesprochen, aber auch das falsche Schuhwerk kann bei Läufern schnell mal zu einem Wadenkrampf führen. Checken Sie also auch andere Faktoren.

Wenn nichts hilft, dann ab zum Arzt!

Wenn man regelmäßig unter Wadenkrämpfen leidet und auch der Mangel an Mineralstoffen ausgeschlossen werden kann, dann sollte man einen Arzt aufsuchen, um ein eventuelles Krankheitsbild abklären zu lassen. Man kann auch mal eine Weile auf das Laufen verzichten, wenn die Wadenkrämpfe dann ausbleiben, wird es sich fast immer um Überbelastung oder einen Mangel von Mineralstoffen handeln.

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